Lübeck – unser kleiner Urlaub 

Überraschender Weise hat mein Mann letzte Woche erfahren,  dass er für eine Woche beruflich nach Lübeck muss. Da Ferien sind beschlossen wir kurzerhand, dass ich mit den Kinder hinterher fahre.

Leider war es nicht möglich, ein geeignetes Zimmer ab Mittwoch zu finden, sodass wir uns am Freitag auf den Weg Richtung Lübeck machten.
Da ich kein Auto habe, fuhren wir mit der Bahn. Ich buchte mittwochs die Tickets und reservierte sofort 3 Plätze im Kleinkindabteil dazu.

Somit wurde das ganze Ernst, und ich bekam wieder mal Panik vor der Zugfahrt.

Was ich mir alles ausmalte. Ich las zuvor Blogbeiträge,  die das Kleinkindabteil zur absoluten Hölle erklärten. Wir wurden aber mit dem Gegenteil überrascht.

kueken1

Bis Hamburg verschenkte ich einen reservierten Platz an einen Herren den wir am Gleis in Bremen kennen lernten. Er sass auf eines unserer Plätze als wir endlich im Zug angekommen waren. Es war so viel los, dass ich ihn nicht wieder hochscheuchen wollte.
Als kleine Überraschung für die Kinder druckte mein Mann Kinderfahrkarten der Deutschen Bahn aus, die man sich herunterladen und ausdrucken kann. Diese fand ich per Zufall, beim buchen der Tickets. Mit diesen Fahrkarten dürfen sich die Kinder im Bistro des Zuges eine kleine Überraschung abholen.

Mit voller Vorfreude auf die Überraschung stapfte der Grosse los und holte diese für das Küken und sich. Zurück kam er mit einem Aktivitybook, Stiften und einem „Spielzeugzug“.

Wir waren alle ganz begeistert.

In Hamburg angekommen, verließen uns der nette Herr, dem ich unseren Platz schenkte,  und dessen Sitznachbar und wir hatten dieses für uns ganz allein. Plötzlich waren die Kinder viel entspannter, obwohl sie vorher auch sehr lieb waren. Sie mümmelten ihre Snacks, erzählten mir einiges, malten und schauten sich draussen das Geschehen an. So süss zu sehen wie gut die Jungs miteinander harmonieren und wie lieb sie sich haben. Ausgelassen spielten sie bis wir in Lübeck angekommen waren.
Alles in allem war die Fahrt sehr entspannt und problemlos.  Von Zuhause bis zum Hauptbahnhof in Bremen bis hin zum Hauptbahnhof in Lübeck passte der Ablauf genau mit meinen Vorstellungen.

Am Freitag machten wir nicht mehr viel, da mein Mann erst gegen 19 Uhr ins Hotel kam. Wir aßen allesamt etwas vom goldenen M und ließen den Tag im Bett vor dem Fernseher ausklingen.

luebeck_hotel

 

Die Nacht war nicht so schön, doch das Aufwachen und das darauffolgende Frühstück machte diese wieder wett. Der Start in den Samstag war also gelungen und wir machten uns nach dem Frühstück auf in die Stadt.

Die Altstadt von Lübeck ist wirklich ein Besuch wert. Wir besuchten viele kleine Lädchen und genossen bei schönem Wetter und Livemusik auf dem Marktplatz Kaffee und warmen Kakao.  Die Kinder jagten die Tauben, tanzten zur Musik und hatten unglaublich viel Spass.

 

 

 

 

Geniessen war hier ganz gross geschrieben. 💙

 

Nachdem wir wieder ins Hotel gefahren sind und uns aufgewärmt haben, fuhren wir kurzerhand zu Mytoys um nach einem Reisebett zu schauen. Entschieden uns dann aber dagegen.

Zum Abschluss des Tages gingen wir ins Café del Sol und genossen sehr leckeres Essen und einen schönen Abend.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag verlief zum Glück absolut problemlos. Das Familienbett ist einfach die beste und angenehmste Lösung für alle. ☺

Ich wünschte mir, schon als ich hörte dass es nach Lübeck geht, an den Strand zu fahren. Mein Mann erfüllte mir diesen Wunsch und wir fuhren an den Timmendorfer Strand. Genau an die Stelle, wo wir waren als ich mit dem Küken schwanger war. Als hormongesteuerte Frau überrannten mich die Emotionen. Es war so schön an dieser Stelle des Strandes zu stehen mit dem Küken an der Hand, wo ich zuvor schwanger mit den Füßen im Sand sass.

 

Lange blieben wir aber nicht am Wasser. Das Küken wollte unbedingt laufen und wir hatten

den Plan ins „Sea Life“ zu gehen.  Als wir sahen wie lang die Schlange davor und wie klein das Gebäude von aussen war , entschieden wir uns um und gingen zum nebengelegenen Handwerker / Handmade-Markt.  Mein kreatives, buntes und verrücktes Herz klopfte gleich ein wenig schneller. Es war so schön.  Es gibt so viele kreative und produktive Menschen. So inspirierend und interessant. Mir gefiel es so sehr.

timmendorf_markt

 

Danach wurde in einem netten Café Kaffee und Kakao getrunken. Wir sahen uns noch ein wenig die Promenade von Timmendorf an und fuhren dann mit Kuchen und roten, frischumwehten Nasen gen Hotel.

Richtung Hotel entdeckte ich ein Werbeplakat für den Karls Erlebnishof (den ich schon so oft bei Instagram sah und uuuuunbedingt einmal besuchen wollte) und fuhren kurzerhand hin. 10 Minuten dauerte die Fahrt und wir waren schon da. (Zum Erlebnishof mache ich einen eigenen Post. Ich glaube das würde den Rahmen hier sprengen 😅)

Erlebnishof sagt wirklich alles. Meine Erwartungen wurden übertroffen. Es war so schön!

karls_eingang

 

Zurück im Hotel gab es dann erstmal Kaffee und Kuchen, die Männer spielten eine Runde PS4, das Küken spielte mit Duplo und malte und ich entspannte etwas auf dem Bett.

Dann fiel mir meine Liste, der Dinge die ich unbedingt in Lübeck machen wollte, wieder ein und ich animierte den Mann vorm Abendbrot auf die Jagd nach Memodaillen zu gehen.

Das war wieder ein Erlebnis für sich, doch wir hatten Glück und unsere Sammlung durfte weiter wachsen.

Am Abend gab es ein Picknick auf dem Hotelzimmerboden.  Immer mal was neues und verrücktes bei Familie L. Warum langweilig und normal, wenn es auch aufregend und spannend geht 😉

Nach dem Essen wurde nur noch geduscht und etwas Fernsehen geschaut, da mein Mann schon um 2 Uhr nachts das Hotel zum arbeiten verlassen musste.

Es war nicht immer alles harmonisch. Wir sind halt keine Bilderbuchfamilie und ich denke überall gibt es mal Reibereien.  😎

Trotzdem, war alles in allem sehr schön. Ich genoss die Zeit sehr, freute mich aber schon ganz arg auf Zuhause. 💛

Kerstin 

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